Monoplay ist mehr als nur ein Spielplatz – es ist ein lebendiger Ort, an dem Kinder und Jugendliche seit Jahrzehnten ungestört mit Freunden spielen können. In der Schweiz, wo die Infrastruktur für Spielplätze oft unterfinanziert ist, bietet Monoplay eine Alternative zu den oft überlasteten öffentlichen Plätzen. Die Initiative, die 2015 in Zürich gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, Spielräume zu schaffen, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und sozial ansprechend sind. Besonders bemerkenswert ist, dass Monoplay nicht nur physisch, sondern auch digital aktiv ist: Über die Plattform werden nicht nur Spielorte organisiert, sondern auch Initiativen gefördert, die Spielkultur in Schulen und Gemeinden stärken. Die Mischung aus lokalem Engagement und digitaler Vernetzung macht Monoplay zu einem Modell, das auf Nachhaltigkeit setzt – und das nicht nur für Kinder, sondern auch für die ganze Gesellschaft.
Ein zentrales Merkmal von Monoplay ist die Fokussierung auf „freies Spiel“. Während viele öffentliche Spielplätze heute eher als „Spielplatz für Kinder“ mit festen Aktivitäten funktionieren, betont Monoplay die Bedeutung von unstrukturiertem Spiel. Studien zeigen, dass Kinder, die in solchen Räumen spielen, nicht nur motorische Fähigkeiten entwickeln, sondern auch soziale Kompetenzen wie Konfliktlösung und Teamarbeit. „Spiel ist der wichtigste Lernort für Kinder“, sagt die Psychologin und Monoplay-Partnerin Dr. Anna Meier. „Doch in einer Zeit, in der Bildschirmzeit im Schulalltag immer präsenter wird, fehlen vielen Kindern noch die Möglichkeiten, sich einfach mal auszutoben.“
Der Erfolg von Monoplay ist messbar: Seit der Gründung hat das Netzwerk über 50 Spielplätze in ganz der Schweiz eröffnet, von Zürcher Quartieren bis zu ländlichen Gemeinden. Besonders beliebt sind die „Monoplay-Hubs“, die nicht nur Spielgeräte bieten, sondern auch Räume für kreative Aktivitäten wie Malen, Basteln oder sogar Musik. Ein Beispiel ist der Spielplatz in der Zürcher Innenstadt, der seit 2018 als „Monoplay-Kreativplatz“ fungiert. Hier finden regelmäßig Workshops statt, bei denen Kinder und Erwachsene gemeinsam Projekte umsetzen – von Möbeln aus Recyclingmaterial bis hin zu kleinen Theaterstücken. Solche Initiativen zeigen, wie Monoplay die Spielkultur nicht nur erweitert, sondern auch zu einem Ort der Gemeinschaft macht.
Doch Monoplay steht auch vor Herausforderungen. Die Finanzierung bleibt ein zentrales Thema: Während die öffentlichen Mittel oft knapp sind, müssen private Sponsoren und Spender die Lücken schließen. Ein konkretes Beispiel ist der Spielplatz in Winterthur, der 2022 nach einer Sanierung wiedereröffnet wurde. Die Kosten von rund 150’000 Franken wurden zu einem Grossteil durch lokale Unternehmen und Stiftungen getragen. „Ohne solche Partnerschaften wäre es kaum möglich gewesen, den Platz zu halten“, erklärt der Projektleiter von Monoplay Winterthur, Thomas Müller. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, Spielräume als Gemeinschaftsprojekt zu betrachten – und dass die Unterstützung von Unternehmen nicht nur finanziell, sondern auch ideell gefragt ist.
- Seit 2015 hat Monoplay über 50 Spielplätze in der Schweiz eröffnet, davon rund 30 in Zürich und Umgebung.
- Der durchschnittliche Spielplatz kostet zwischen 120’000 und 200’000 Franken, je nach Ausgestaltung und Standort.
- Monoplay organisiert jährlich über 200 lokale Spiel- und Kreativworkshops für Kinder und Familien.
- Die Initiative setzt auf „freies Spiel“: Laut Studien spenden Kinder in unstrukturierten Räumen mehr Zeit miteinander und entwickeln soziale Fähigkeiten.
- Ein Viertel der Monoplay-Spielplätze sind in ländlichen Regionen, wo öffentliche Spielmöglichkeiten besonders rar sind.
Monoplay zeigt, wie Spielkultur heute gestaltet werden kann – ohne auf Tradition zu verzichten, aber auch ohne in die digitale Welt zurückzufallen. Die Plattform verbindet analoge Spielräume mit digitaler Vernetzung, um eine Kultur zu schaffen, die für alle Generationen attraktiv ist. Während andere Initiativen oft auf Standardlösungen setzen, setzt Monoplay auf individuelle Projekte, die Spiel nicht als „Nebensache“, sondern als zentralen Bestandteil des sozialen Lebens verstehen. „Spiel ist kein Luxus, sondern eine Grundbedürfnis“, sagt der Gründer von Monoplay, Markus Rüedi. „Und wir wollen zeigen, dass es möglich ist, solche Räume in einer Zeit zu schaffen, in der Spielplätze immer seltener werden.“
Für viele Eltern und Gemeinden ist Monoplay ein Vorbild. Die Idee, Spielplätze als lebendige, sich ständig weiterentwickelnde Orte zu gestalten, findet zunehmend Anklang. Besonders in Städten, wo der Platzmangel ein großes Problem ist, wird Monoplay als Modell für nachhaltige Spielkultur gesehen. Die Plattform zeigt, dass Spiel nicht nur ein Privileg ist, sondern ein Recht – und dass es möglich ist, solche Räume zu schaffen, die wirklich genutzt werden. seite öffnen und selbst mitgestalten zu können.
